Meldung vom 17.05.2017

Kißlegg: 100 Millionen Kilowattstunden Bio-Erdgas für die Region

Die Thüga Energie erzeugte 100 Mio. kWh regionales Bio-Erdgas in ihrer Aufbereitungsanlage in Kißlegg. Lieferant des Rohgases ist die BRV Biologische Reststoff Verwertung. Auf dem Bild v. li.: Peter Ehret (Thüga Energie), Rainer Frick (Thüga Energienetze), Marcus Mohr (Thüga Energie), Franz Rupp (BRV) sowie Bürgermeister Dieter Krattenmacher.

Aufbereitungsanlage der Thüga Energie erreicht Meilenstein

Seit Jahren kommt aus Kißlegg zuverlässig klimaschonendes Bio-Erdgas. Geliefert wird es von der Aufbereitungsanlage der Thüga Energie, die im April einen neuen Meilenstein erreicht hat: Insgesamt 100 Millionen Kilowattstunden Bio-Erdgas wurden seit der Inbetriebnahme erzeugt. „Unsere Aufbereitungsanlage für Bio-Erdgas steht für umweltschonende Energieerzeugung“, betont Marcus Mohr, Regiocenter-Leiter der Thüga Energie in Bad Waldsee. „Was uns aber ebenso wichtig ist: Die in unserer Region gewonnene Energie wird auch hier als Heizenergie und Kraftstoff verbraucht.“ 

Den regionalen Aspekt schätzt auch Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher: „Durch die Partnerschaft der beiden regionalen Unternehmen wird die Wertschöpfung in unserer Gemeinde gestärkt.“ Die BRV Biologische Reststoff Verwertung GmbH sammelt mit Erdgas-Lkws Speisereste und Reststoffe in der Region ein, die in der Biogasanlage verarbeitet werden. Das dabei erzeugte Rohbiogas wird von der Thüga Energie übernommen und in einer Aufbereitungsanlage auf Erdgas-Qualität aufbereitet, damit es ins Gasnetz eingespeist werden kann. „Es freut uns, dass wir mit der Thüga Energie einen Partner gefunden haben, mit dem wir gemeinsam einen Beitrag zur Energiewende leisten können“, so BRV-Geschäftsführer Franz Rupp. „Für uns ist es wichtig, dass wir das Rohbiogas stets zuverlässig und in stabiler Qualität erhalten“, erklärt Peter Ehret, der bei der Thüga Energie für die Anlage verantwortlich ist. „Mit der BRV haben wir einen solchen Lieferanten gefunden und arbeiten seit Jahren sehr gut zusammen.“ 

Ausgezeichnete Technik 

Die Aufbereitung erfolgt mittels Membran-Technologie. Das Rohbiogas wird mit Hochdruck in haarfeine Hohlfasern (Membrane) gepresst, wobei das Kohlendioxid durch die Hohlfaserinnenflächen abgetrennt wird. Übrig bleibt konzentriertes Biomethan, das direkt ins Erdgasnetz eingespeist wird. Als die Anlage im Juni 2010 in Betrieb ging, war sie die erste Großanlage mit Membrantechnologie in Europa und erhielt dafür im gleichen Jahr den Sonderpreis der Deutschen Energieagentur (dena). 

„Wir sind mit der Membrantechnologie sehr zufrieden“, sagt Ehret. Es sei aber selbstverständlich, dass man laufend die Technik verbessere um den Betrieb zu optimieren. So wird aktuell mit dem Natronwäscher eine weitere Reinigungsstufe hinzugefügt. In späteren Arbeitsschritten eingesetzte Filter können dadurch länger genutzt werden. Das wiederum verkürzt Standzeiten für den Filtertausch. 

Seit der Inbetriebnahme wurde die Auslastung der Anlage, in welche die Thüga Energie rund 2,1 Millionen Euro investiert hatte, nach und nach erhöht. Inzwischen werden jährlich rund 20 Millionen Kilowattstunden Bio-Erdgas aufbereitet, mit denen rund 1.000 Haushalte versorgt werden können. Die Thüga Energie bietet verschiedene Produkte mit Bio-Erdgas an, welche Haushalte, Gewerbekunden und Kommunen nutzen. So wird unter anderem das Blockheizkraftwerk im Adler-Quartier in Wangen mit 100 Prozent Bio-Erdgas aus Kißlegg betrieben. Auch an den Erdgastankstellen der Thüga Energie wird ausschließlich Bio-Erdgas angeboten und damit klimaschonendes Fahren möglich.

 


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