Meldung vom 20.02.2017

Installateure erhalten hilfreiche Fachinformationen

Mario Monteduro von der Buderus Thermotechnik GmbH (links) war Referent der Thüga Energie beim Fachvortrag für Installateure und informierte über gesetzliche Neuerungen rund um das Thema Bauen, Sanieren und Heizen. Mit im Bild (von links) Regiocenter-Leiter Karl Mohr und Gebäude-Energieberater Kurt Pittelkow von der Thüga Energie.

Installateurversammlung der Thüga Energie in Singen gut besucht

Über 80 Fachleute aus dem Installateur- und Heizungs-Handwerk waren am letzten Donnerstag gekommen, um sich über die geplanten gesetzlichen Neuerungen zur Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien zu informieren. Dazu hatte die Thüga Energie wieder Mario Monteduro von der Buderus-Akademie eingeladen. Der Experte war bereits in den Vorjahren Referent der Veranstaltung. Er referierte über die geplante Zusammenfassung von Energieeinspargesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem einheitlichen Regelwerk mit der Bezeichnung "Gebäudeenergiegesetz" (GEG). 

Mario Monteduro begann seinen Vortrag mit der EnEV 2009, in der das Referenzgebäudeverfahren festgelegt ist. Damit lässt sich der maximal zulässige Primärenergiebedarf für ein Gebäude ermitteln inklusive der Vorgaben an Dämmung und Lüftung. Die derzeit gültige EnEV 2016 fordert für Neubauten
25 Prozent weniger Primärenergiebedarf im Vergleich zu 2009. Für Gebäude, die besser als die Vorgaben sind, gibt es entsprechende Fördergelder (z. B. KfW55- oder KfW40-Programme).

Erdgas-Brennwertheizungen erfüllen EnEV in Kombination mit Dämmung 

Mario Monteduro zeigte anhand vieler Praxisbeispiele auf, dass die Anforderungen der EnEV sich mit Standard-Anlagetechniken einhalten lassen, wenn das Gebäude eine entsprechende Dämmung aufweist. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sei ein weiterer Schritt zu mehr Energieeffizienz. „Erdgas-Brennwert-Heizungen sind die sparsamsten und energieeffizientesten Heizungen auf dem Markt und können in Kombination mit der Dämmung den KfW55- und KfW40-Standard erfüllen. Deshalb werden wir zukünftig nicht nur Wärmepumpen einbauen“, resümierte Monteduro.

Bei Bestandsgebäuden gibt es die Pflicht zum Austausch der Heizungsanlage, wenn die Anlage älter als 30 Jahre ist. Ausnahmen gibt es bei Ein- oder Zweifamilienhäusern, deren Eigentümer das Gebäude bereits vor dem 1. Februar 2002 bewohnt haben. Ausgenommen sind außerdem Niedrigtemperatur- oder Brennwertkessel, Feststoffkessel, direkt befeuerte Warmwasserbereiter und Einzelraumheizer sowie Anlagen mit einer Leistung über 400 kW.

Hohe Energieeinsparung durch hydraulischen Abgleich 

Es gibt eine gesetzliche Pflicht zum hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage, die vom Kunden zu erfüllen ist. Mario Monteduro wies die Installateure darauf hin, dass mit diesem Abgleich hohe Energieeinsparungen realisierbar sind. Der hydraulische Abgleich wird mit Fördermitteln der Bafa in Höhe von 30 % bezuschusst. 

Mit ihrem seit vielen Jahren etablierten Fachvortrag möchte die Thüga Energie auch den Erfahrungsaustausch fördern. „Letztendlich profitieren unsere Kunden von diesem Wissensaustausch“, sagte Regiocenter-Leiter Karl Mohr von der Thüga Energie, der sich über die vielen Teilnehmer freute. „Mit Mario Monteduro haben wir den besten Referenten zu diesen Themen, den ich kenne“, resümierte Kurt Pittelkow. Bei den Fachleuten kam die Veranstaltung gut an. Die Handwerker waren für die Veranstaltung teilweise bis aus dem Bodenseekreis angereist, denn das Einzugsgebiet der Thüga Energie erstreckt sich bis nach Pfullendorf und Salem. So wie Thomas Hofer, Inhaber der Firma Bad-Heizung-Sanitär Hofer aus Salem. „Dass wir als Fachhandwerker stets aktuell über gesetzliche Neuerungen informiert sind, ist auch eine Verpflichtung, die wir gegenüber unseren Kunden haben. Dafür nehme ich mir gerne die Zeit“, sagt der Heizungsbauer.