Meldung vom 26.05.2017

Fachinformationen für Installateure

Mario Monteduro von der Buderus-Akademie Lollar informierte beim Fachvortrag der Thüga Energie in Reute über das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG). Weitere Referenten waren Udo Voigt, Leiter Technischer Service der Thüga Energienetze GmbH (Mitte) und Marcus Mohr, Regiocenter-Leiter der Thüga Energie.

Installateurversammlungen der Thüga Energie in Reute und Wangen gut besucht

Im Mai hatte die Thüga Energie das Installateur- und Heizungshandwerk wieder zu zwei Fachvorträgen eingeladen. Insgesamt waren rund 160 Fachleute in das Gasthaus Stern in Reute und in den Gasthof Kleber in Wangen-Haslach gekommen, um sich über die gesetzlichen Neuerungen zur Energieeinsparung zu informieren und rund um das Thema erneuerbare Energien in der Praxis auszutauschen. Mario Monteduro, Fachreferent der Buderus-Akademie Lollar, referierte bei beiden Veranstaltungen über die für 2018 geplante Zusammenfassung von Energieeinspargesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem einheitlichen Regelwerk mit der Bezeichnung „Gebäudeenergiegesetz“ (GEG).

Bereits in der EnEV 2009 wurde das Referenzgebäudeverfahren festgelegt. Laut Monteduro lässt sich damit der maximale Primärenergiebedarf inklusive Dämmung und Lüftung für ein Gebäude ermitteln. In den vergangenen Jahren wurde die EnEV immer wieder aktualisiert. Die aktuelle Verordnung beispielsweise sieht vor, dass Neubauten im Vergleich zu 2009 25 Prozent weniger Energie benötigen. Der Primärenergiebedarf soll künftig aber noch weiter sinken. Laut der Richtlinien sollen Nichtwohngebäude der öffentlichen Hand ab 2019 den Niedrigstenergiestandard erfüllen, also dem KfW55-Standard entsprechen. Privatwohngebäude haben dazu bis 2021 Zeit.

Mit Erdgas-Brennwerttechnik KfW55-Standard erfüllen

Eine der zentralen Fragen an beiden Abenden war, mit welcher Technik sich ein KfW55-Haus realisieren lässt. Experte Mario Moneduro hatte dazu einige Praxisbeispiele parat und zeigte auf, dass Standard-Anlagetechniken in der Regel ausreichen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine entsprechende Dämmung. Wird zusätzlich eine kontrollierte Wohnraumbelüftung installiert, kann noch mehr Energieeffizienz erzielt werden. „Erdgas-Brennwertanlagen sind die sparsamsten und energieeffizientesten Heizungen auf dem Markt und können in Kombination mit der Dämmung den KfW55- und sogar KfW40-Standard erfüllen“, so Monteduro.

Neben Neubauten standen aber auch Bestandsgebäude im Fokus. Hier schreibt die EnEV den Austausch von 30 Jahre alten Heizungsanlagen vor. Ausgenommen sind lediglich Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Eigentümer die Immobilie selbst mindestens seit Februar 2002 bewohnt. Ebenfalls von der Ausnahmeregelung betroffen sind Niedrigtemperatur- und Brennwertkessel, Feststoffkessel, direkt befeuerte Warmwasserbereiter und Einzelraumheizungen sowie Anlagen mit einer Leistung von mehr als 400 kW.

Seit Jahren etablierte Veranstaltung

Die Fachvorträge für Installateure veranstaltet die Thüga Energie bereits seit vielen Jahren. „Als Partner des regionalen Handwerks wollen wir auch den Erfahrungsaustausch fördern“, sagt Regiocenter-Leiter Marcus Mohr. Für viele Teilnehmer sind die Termine bereits fester Bestandteil im Kalender, sie kommen jedes Mal gerne wieder. „Letztendlich werden von diesem Wissensaustausch auch unsere Kunden profitieren“, ist Mohr überzeugt, „schließlich geht es um gesetzliche Neuerungen, die bei den Kunden vor Ort umgesetzt werden müssen.“

 


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