Meldung vom 14.04.2016

Erdgas: Beste Wahl beim Kesseltausch

Gas-Brennwertheizungen zählen zu den preisgünstigsten, sparsamsten und technisch ausgereiftesten Heizsystemen

In privaten Haushalten werden rund 85 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht, der Rest fließt in Form von Strom in Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Licht. Ursache für den hohen Verbrauch sind der energetische Zustand der Gebäude – insbesondere bei Altbauten – und veraltete Heizungsanlagen. Das erhöht die Kosten sowie den CO2-Ausstoß. 

In Deutschland regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV) die Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und Anlagentechnik, also auch die Heiztechnik. Für alte Heizkessel gibt es eine Austauschpflicht - sie müssen spätestens nach 30 Jahren in den Ruhestand gehen. „Das heißt für alle Anlagen die bis Ende 1986 installiert wurden, ist ein Austausch in diesem Jahr Pflicht“, erklärt Michael Kugler, Energieberater der Thüga Energie. „Ausgenommen sind Brennwert- und Niedertemperaturkessel. Ausnahmen gibt es auch für selbstgenutzte Ein- oder Zweifamilienhäuser. Hat der Eigentümer eine Wohnung am 01.02.2002 selbst bewohnt, sind die Pflichten erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 01.02.2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen.“ Der Energieversorger empfiehlt, alte Anlagen gegen eine moderne Gasheizung zu tauschen. „Erdgas ist sauber, bietet hohen Komfort und Gas-Brennwertheizungen zählen zu den preisgünstigsten, sparsamsten und technisch ausgereiftesten Heizsystemen“, so Michael Kugler. 

Um den Austausch ineffizienter Kessel voranzutreiben, wurde in diesem Jahr außerdem ein neues bundesweites Energieetikett eingeführt. Damit werden bestehende Heizanlagen gekennzeichnet, die seit mehr als 15 Jahren in Betrieb sind. So wie beim bekannten EU-Energielabel werden Geräte in die bekannten Effizienz-Kategorien von A+++ bis E eingeteilt. Gasbetriebene Anlagen spielen dabei ganz oben mit: Gas-Brennwertkessel in Kombination mit Solarthermie in Klasse A+ und Gas-Brennwertkessel im Alleinbetrieb in Klasse A. 

„Dank ihrer hohen Effizienz, die Kosten und Umweltbelastung senkt, können Hausbesitzer durch den Wechsel zu modernen Gasheizanlagen auch das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg (EWärmeG) leichter erfüllen“, betont Michael Kugler. Um die gesetzlichen Forderungen nach einem Anteil von 15 Prozent erneuerbarer Energien zu erfüllen, empfiehlt die Thüga Energie den Umstieg auf einen modernen Erdgas-Brennwertkessel. Wird dieser nämlich mit Bio-Erdgas betrieben, wie es auch die Thüga Energie liefert, sind die Forderungen des EWärmeG schon zu 10 Prozent erfüllt. Die fehlenden 5 Prozent können durch eine ergänzende Solaranlage, Dämmmaßnahmen oder auch durch einen Sanierungsfahrplan abgedeckt werden.